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Tongrube Muldsberg

 

In der im Ortsteil Muldsberg gelegenen Grube wurde von 1936 bis 1996 Ton für die Zementherstellung der Unternehmen Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, Alsen bzw. Holcim abgebaut.

Der Abbau im Tagebau erfolgte mit einem Eimerkettenbagger. Das Material wurde bis 1964 mit einer Seilbahn, danach überFörderbänder an den Grubenrand gebracht und von dort mit Lastkraftwagen zum Zementwerk nach Lägerdorf transportiert. Nach der Aufgabe der benachbarten Alsenschen Tongruben bei Wacken erfolgte für eine kurze Zeit (1974 bis 1977) der Tontransport auch mit der Alsenschen Drahtseilbahn nach Itzehoe. Der Tonabbau wurde 1996 eingestellt, der Rückbau aller Transportbänder erfolgte bis 1999.

Seit dem Einstellen der künstlichen Wasserhaltung 2004 füllt sich die Grube mit Grundwasser. Das Gewässer und seine Umgebung werden als Biotop und für die Naherholung entwickelt. Es gibt einen ca. fünf Kilometer langen Rundweg mit Rastplätzen um das Gewässer.

Es entstand auf der Hohen Geest nordwestlich von Itzehoe ein neues Paradies für Wasservögel wie Gänsesäger, Schellente und Habentaucher. Selbst der Seeadler ist als Nahrungsgast zu beobachten. Für die Fledermäuse wurde das alte Travogebäude eigens als neues Zuhause dafür hergerichtet.


Quelle: Wikipedia







Bereits 2007 hat der damalige Landwirtschaftsminister von Boetticher die Tongrube in einer Extratour umrundet :


  • Pressemitteilung BoxID 13560
Firmenlogo Ministerium für ländliche Räume, Landwirtschaft, Ernährung und Tourismus

Tradition: Landwirtschaftsminister von Boetticher auf Schusters Rappen rund um die Tongrube Muldsberg

(lifePR) (Mehlbek, 24.08.2007) Landwirtschaftsminister Dr. Christan von Boetticher geht heute (24. August) auf Extratour mit der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein rund um die Tongrube Muldsberg in der Gemeinde Mehlbek, Kreis Steinburg. Auf der Hohen Geest nordwestlich Itzehoes ist die sich langsam mit Wasser füllende Grube ein neues Paradies für Wasservögel, wie Gänsesäger, Schellente und Haubentaucher. Selbst der Seeadler ist als Nahrungsgast zu beobachten.

Vom fünf Kilometer langen Rundwanderweg aus hat man einen guten Ausblick über die sich entwickelnde Seenlandschaft, deren Wasserpegel monatlich um etwa 25 cm ansteigt. Naturliebhaber können hier immer wieder Neues entdecken und zusehen, wie sich diese Naturoase stetig weiterentwickelt. Die Geschichte der Tongrube und die Geologie sowie die vorhandene Flora und Fauna kann auf den Informationstafeln am Wegrand nachgelesen werden.

Die Stiftung Naturschutz, die Gemeinde Mehlbek und der Kreis Steinburg haben vor zwei Jahren die rund 77 Hektar große Grube vom ehemaligen Betreiber Holcim AG und der Schulenburg Grundstücksgesellschaft mbH erworben. In Spitzenzeiten förderten fast 100 Beschäftigte bis zu 900.000 Tonnen pro Jahr für die nah gelegene Zementherstellung. Seit 2004 ruhen die Entwässerungspumpen in der bis zu 60 Meter tiefen Grube. Seither steigt der Wasserspiegel merklich an. Experten können nur vermuten, wo sich der natürliche Grundwasserspiegel letztlich einpegelt.

Die Touren der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein finden bereits seit acht Jahren statt. Auch dieses Jahr lädt die Stiftung Naturschutz unter dem Motto "Extratouren ins Stiftungsland" zwischen April und September wieder Wanderer ein, mit fachkundiger Begleitung sechs einzigartige Stiftungsprojekte zwischen dänischer Grenze und Elbe kennen zu lernen.